Theta E

  • Theta E gibt einen Aufschluss über die Energie der Luftmasse. Dabei müssen jedoch noch Taupunkte und Temperatur beachtet werden, da wie so oft in der Meteorologie Energie immer relativ zu sehen ist.
    Was ist Theta E?

    Theta E, oder auch Feuchteenergie genannt, gibt einen Aufschluss darüber, wie viel Energie in einer Luftmasse steckt. Angegeben wird es in Grad Cellcius. Das Theta E ist abhängig von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Das heißt also, rechnet man die relativ gemessene Temperatur der Luft, die man ganz normal mit einem Thermometer messen kann zure Wärmeenergie die in der Luftfeuchtigkeit des Luftpaketes steckt dazu, erhalten wir den Theta E Wert.

    Wie wirkt er sich auf Gewitter aus?

    Um das zu verstehen, müssen wir eins beachten. Wir können bei 20°C einmal einen Theta E Wert von 20°C haben, wenn das Luftpaket kein verdunstetes Wasser hat, aber auch 40°C Theta E, wenn das Luftpaket fast zu 100% gesättigt ist. Jetzt kommt der Bezug zur Temperatur, Luftfeuchte und Taupunkt. Wir können noch so viel Theta E haben bei einer Gewitterlage, ist die Luftfeuchtigkeit zu gering und damit auch der Taupunkt, schafft es das Luftpaket nicht aufzusteigen. Es würde keine Kondensation statt finden und damit auch keine Wolkenbildung, jedoch kann nur bei Wolkenbildung ein feuchter Aufstieg des Luftpaketes statt finden und sich das Luftpaket damit um nur 0,5K /100m abkühlen. Würde das Luftpaket weiter trocken, also ohne Wolkebildung, aufsteigen, so würde es sich um 1K/100m abkühlen und wäre damit sehr schnell kälter als seine Umgebungsluft. Das Paket könnte nicht weiter aufsteigen. Ein Anhaltspunkt ist der Taupunkt, besser gesagt der Spread. Der Spread ist die Differenz zwischen der Temperatur und dem Taupunkt. Erreicht ein Luftpaket seinen Taupunkt, findet Kondensation statt. Diese Differenz sollte nicht größer als 10K sein, um mal ein Maß zu nennen.

    Zusammenfassend ist zu sagen: Je mehr Theta E bei kleinem Spread, desto stärker werden die Gewitter. Ab 60°C Theta E kann es einfacher zu schweren Unwettern kommen als bei 40°C, vorausgesetzt die Randbedingungen stimmen.

    Auf den Theta E Karten lassen sich ganz einfach Luftmassengrenzen bzw. Fronten erkennen. Niedriger Theta E = Kalte Luft, hoher Theta = warme Luft. Wird niedriger Theta E in hohen gedrückt, wie auf der Karte unten, entsteht eine Kaltfront. Wir hoher Theta E in niedrigen gedrückt, entsteht eine Warmfront.

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